Markdorfer Bürgerinnen und Bürger haben sich zu einer überparteilichen Bürgerinitiative zusammengeschlossen.

"Wir wollen, dass das Bischofsschloss für

einen Hotelbetrieb oder ähnliche Nutzung

erhalten bleibt und kein Rathaus daraus wird"

Wir danken allen Unterstützern, dass wir dieses Ziel bei
der Abstimmung am 16.12.2018 erreichen konnten.

Auch wenn das Ergebnis äußerst knapp war, haben sich
Markdorfs Bürger die Chance erhalten das Bischofsschloss
einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Wir bleiben aktiv, einen Stillstand in den Bemühungen zur Entwicklung und Belebung der Altstadt darf es nicht geben.


Unser Wunsch  für 2019...


Aktuelles:

9.2.2019

Die Vorsitzende der CDU Fraktion im Gemeinderat, Frau Sträßle, hat offensichtlich das Ergebnis des Bürgerentscheids noch nicht für sich akzeptiert. Wie sonst sind ihre Vorwürfe an die Umzugsgegner in der letzten Gemeinderatssitzung zu erklären. Der SÜDKURIER berichtet in seiner heutigen Ausgabe darüber.

 

Für das leidige Thema Fördermittel trägt dieser Artikel nichts Wesentliches zur Wahrheitsfindung bei. Die Stadt hat, wie richtig gesagt wird, das Sanierungsgebiet Rathausareal / Marktplatz im Jahre 2013(!) zur Aufnahme in die Landesförderung angemeldet, lange bevor der Rathausumzug ins Bischofschloss zum Thema wurde. Nach Aussage von Bürgermeister Riedmann wurden insgesamt bereits 4,6 Millionen Euro für das Sanierungsgebiet bewilligt. Weiterhin hatte das Land die Stadt beim Kauf des Bischofsschlosses mit 2,25 Millionen Euro unterstützt. „Dieses Geld ist bereits geflossen“, so Riedmann in der Schwäbischen Zeitung vom 17.12.2018, wobei er offenlässt ob die 2,25 Millionen Euro Teil der bewilligten 4,6 Millionen Euro waren. Weiter heißt es dort, die Stadt habe rund neun Millionen Euro beantragt. Da der Förderrahmen in der Regel nicht voll ausgeschöpft wird, habe die Stadt mit rund acht Millionen Euro an Zuschüssen gerechnet.

 

Wir würden uns wünschen, dass im Sinne einer größtmöglichen Transparenz die Zusammensetzung der tatsächlichen und potenziellen Zuwendungen hinsichtlich Höhe und Verwendungszweck endlich einmal komplett und belastbar dargestellt wird, damit weitere Spekulationen unterbleiben und nicht für neue Stimmungsmache (im kommenden Kommunalwahlkampf) missbraucht werden.  

 

Einen positiven Aspekt hat das Verfallsdatum der Fördermittel aus unserer Sicht jedenfalls: eine Wiederaufnahme der Umzugspläne nach Ablauf der dreijährigen Bindungsfrist des Bürgerentscheids dürfte schwierig werden. Oder ist vielleicht sogar die späte Erkenntnis dieser Tatsache der eigentliche Grund für Frau Sträßle’s Aufgeregtheit?

 

 

28.1.2019

Die Studierenden des Master-Studiengangs „Kommunikationsmanagement” der Universität Hohenheim haben uns eine Pressemitteilung zukommen lassen, welche eine Zusammenfassung / Vorabinformation der Analyse des Bürgerentscheids enthält. Die Erkenntnisse sind interessant, wenn auch nicht völlig überraschend. Danach gibt es zufriedene und unzufriedene Bürger in unserer Stadt. Die Zufriedenen gehen eher unkritisch um mit den Entscheidungen und Informationen, die sie von 'von oben' bekommen. Die Unzufriedenen wagen es zu hinterfragen, d.h. unserer Meinung nach ist es nicht unbedingt eine 'Denkzettel' Wahl gewesen. Die Umzugsgegner kritisierten die hohen Kosten und sprachen sich für den Erhalt des Hotels aus. Den Umzugsbefürwortern „ging es vor allem darum, das Schloss durch den Umzug vor einem möglichen Leerstand und Verfall zu schützen. Auch wollten sie ein Bischofsschloss, das allen offensteht”. D.h. die Drohung mit ‚Leerstand und Verfall‘ und das kaum einlösbare Versprechen des ‚öffentlichen Zugangs‘ haben Wirkung gezeigt.
Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

 

24.1.2019

Heute hatten wir ein erstes längeres Gespräch mit Bürgermeister Riedmann nach dem Bürgerentscheid. Von der Aufbruchsstimmung, die er noch in seiner Neujahrsrede signalisiert hatte, war nicht mehr viel zu hören. Neue Informationen zum Stand der Planung in Sachen Rathausnebau / Erweiterung gab es nicht, bis auf die Aussage, dass neben anderen wichtigen Projekten zunächst die Sanierung des Rathausgebäudes in Angriff genommen werden soll, vor allem um den Zugriff auf die bereits zugesagten Subventionen zu erhalten. 
An eine Erweiterung des Rathauses z.B. nach dem Planungsvorschlag des Büros Lieb+Lieb aus dem Jahr 2015 sei derzeit (noch) nicht gedacht. Einem Hotel im Bischofsschloss steht er nach wie vor ablehnend gegenüber, die Stadt als Verpächter kann er sich nicht vorstellen. Ein Verkauf an einen Investor sei nicht ausgeschlossen. Die Einrichtung von Arbeitsgruppen, die sich mit alternativen Nutzungen des Schlossensembles beschäftigen, wird zunächst nicht ins Auge gefasst. Es ist aber geplant im März in der Stadthalle einen Workshop zum Thema Formen der Bürgerbeteiligung abzuhalten, unter Leitung (?) des Kommunikationswissenschaftlers Prof. Dr. Brettschneider (Uni Hohenheim), zu dem neben den Gemeindeorganen auch Vertreter aus der Bürgerschaft  eingeladen werden sollen.

 

 

12.1.2019

Sensationelles gibt es vom heutigen Neujahrsempfang der Stadt aus unserer Sicht nicht zu berichten. Sowohl in der Rede des Bürgermeisters als auch im Vortrag seiner Stellvertreterin wurde der Bürgerentscheid noch einmal thematisiert, aber abgesehen von einigen kleinen Sticheleien in unsere Richtung blieben Nachkarten und Vorwürfe bezüglich Halbwahrheiten und Falschinformationen aus.

Von positiven Aufbruchssignalen und konstruktivem Ideen sammeln war zu hören, dies lässt hoffen, dass langsam Ruhe einkehrt und man zur Sacharbeit zurückkehren möchte. Beim abschließenden Stehempfang gab es bereits erste Annäherungen zwischen den vormaligen Kontrahenten.
Nur gemeinsam können konstruktive Lösungen für Rathaus und Bischofsschloss gefunden werden
, darin sind sich alle Seiten einig!

Siehe auch den Bericht in der Schwäbischen Zeitung

 

7.1.2019
Am Samstag, 12. Januar 2019 um 11:00 Uhr,
findet in der Stadthalle der öffentliche Neujahrsempfang der Stadt Markdorf statt, zu der alle Bürger eingeladen sind. Wir sind gespannt auf die Rede des Bürgermeisters, insbesonders wie er sich die zukünftige (Alt-)Stadtentwicklung vorstellt und welche Pläne er im Hinblick auf Rathausneubau und Nutzung des Bischofsschlosses verfolgt.

 


 

Für uns ist ein Bürgerentscheid ein Mittel der Direkten Demokratie.

Markdorf gewinnt durch die Bürgerbeteiligung und breiter politischer Diskussion in der Bürgerschaft und erreicht damit mehr Selbstbestimmung der Bürger.