Markdorfer Bürgerinnen und Bürger haben sich zu einer überparteilichen Bürgerinitiative zusammengeschlossen.

"Wir wollen, dass das Bischofsschloss für

einen Hotelbetrieb oder ähnliche Nutzung

erhalten bleibt und kein Rathaus daraus wird"

Wir danken allen Unterstützern, dass wir dieses Ziel bei
der Abstimmung am 16.12.2018 erreichen konnten.

Auch wenn das Ergebnis äußerst knapp war, haben sich
Markdorfs Bürger die Chance erhalten das Bischofsschloss
einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Wir bleiben aktiv, einen Stillstand in den Bemühungen zur Entwicklung und Belebung der Altstadt darf es nicht geben.


Aktuelles:

9.3.2019

Zwei interessante Artikel heute im Südkurier zum Thema Hotel für Markdorf, „Kein Hotel für Markdorf? So schätzen Experten die Situation ein“ und "Eine Stadt unter 15 000 Einwohnern steht nicht im Fokus von großen Hotelketten". Danke an Frau Noßwitz, dass sie das Thema vor dem Start der Bürgerbeteiligung zur Stadtentwicklung aufgreift. Wir teilen die Meinungen der Experten großenteils. Insbesondere sollte stärker hervorgehoben werden, dass Markdorf durch sein Alleinstellungsmerkmal „Hotel im Schloss“ punkten kann. Ein Hotelneubau, gleich an welcher Stelle, hätte weitaus weniger Chancen und böte weniger Attraktivität. Zu einem solchen Alleinstellungsmerkmal gehört natürlich auch ein ansprechendes Betriebskonzept bzw. ein dem Gebäude angepasstes Ambiente und (ggf. wechselnde) Themenwelten. Interessant wäre in jedem Fall die Beteiligung von regionalen Unternehmen an entsprechenden Investorenmodellen – z.B. als Tagungs- oder Schulungshotel, was zu einer stabilen Grundauslastung des Hotelbetriebs an sieben Tagen der Woche führen könnte. Wir diskutieren zurzeit intern solche Beteiligungsmodelle, die wir zu gegebener Zeit als Beitrag zur oben genannten Bürgerbeteiligung vorstellen wollen.

 

28.2.2019

In der Gemeindratssitzung am 26.2. wurde das Thema Rathausmodernisierung und Fördergelder vom (von der Stadt beauftragten) Sanierungsberater Roland Beck beleuchtet und anschließend im Rat diskutiert. Unterschwellig wird von bekannter Seite immer noch den Umzugsgegnern die Schuld für die aktuelle Situation, bedingt durch die zeitlich begrenzte Verfügbarkeit der Fördergelder bis 2022 maximal 2024, zugeschoben. Diesem Vorwurf könnten wir genauso gut entgegenhalten, dass der missglückte Abstecher „Rathaus im Bischofsschloss“ dem Projekt Rathauserneuerung seit 2015 mehr als drei Jahre Zeit gekostet hat.

 

Die Einschätzung des Beraters Beck, die wir als Tischvorlage erhalten konnten, ist recht aufschlussreich und skizziert Lösungswege, wie das Kind aus dem Brunnen geholt werden kann, auch wenn manche Gedankengänge nicht ohne weiteres nachvollziehbar sind, siehe z.B. die unterschiedliche Behandlung von Adler und Bischofsschloss. Die Erläuterungen stimmen uns aber zuversichtlich, dass bei entsprechendem zügigem und professionellem Einsatz (von Herrn Beck und seitens der Stadtverwaltung) eine befriedigende Lösung mit dem RP Tübingen gefunden werden kann.

 

Die Zeit bis 2022 / 2024 erscheint knapp für das Projekt und den Abruf der Fördergelder, ohne Frage. Herr Riedmann hat noch einmal betont, dass keine Entscheidung zum Thema Rathauserneuerung ohne Bürgerbeteiligung gefällt werden wird. Da die Alternative Rathauserweiterung nach dem (ggf. zu modifizierenden) Planungsentwurf des Büros Lieb+Lieb bereits in der Informationsbroschüre für den Bürgerentscheid genannt wurde, sollte unseres Erachtens dieser Entwurf auch unter den Vorschlägen zu finden sein, die Gegenstand der Bürgerbeteiligung sein werden. Unter dieser Prämisse halten wir es für erforderlich, dass möglichst bald eine geologische Untersuchung des Baugrunds unterhalb / südlich des Rathausgebäudes erfolgt, damit über eine Eignung des Baugrunds nicht weiter spekuliert werden muss. Es ist zu erwarten, dass man bezüglich Untergrundbeschaffenheit zu vergleichbaren Erkenntnissen wie beim Bischofsschlosshang kommt.

 

9.2.2019

Die Vorsitzende der CDU Fraktion im Gemeinderat, Frau Sträßle, hat offensichtlich das Ergebnis des Bürgerentscheids noch nicht für sich akzeptiert. Wie sonst sind ihre Vorwürfe an die Umzugsgegner in der letzten Gemeinderatssitzung zu erklären. Der SÜDKURIER berichtet in seiner heutigen Ausgabe darüber.

 

Für das leidige Thema Fördermittel trägt dieser Artikel nichts Wesentliches zur Wahrheitsfindung bei. Die Stadt hat, wie richtig gesagt wird, das Sanierungsgebiet Rathausareal / Marktplatz im Jahre 2013(!) zur Aufnahme in die Landesförderung angemeldet, lange bevor der Rathausumzug ins Bischofschloss zum Thema wurde. Nach Aussage von Bürgermeister Riedmann wurden insgesamt bereits 4,6 Millionen Euro für das Sanierungsgebiet bewilligt. Weiterhin hatte das Land die Stadt beim Kauf des Bischofsschlosses mit 2,25 Millionen Euro unterstützt. „Dieses Geld ist bereits geflossen“, so Riedmann in der Schwäbischen Zeitung vom 17.12.2018, wobei er offenlässt ob die 2,25 Millionen Euro Teil der bewilligten 4,6 Millionen Euro waren. Weiter heißt es dort, die Stadt habe rund neun Millionen Euro beantragt. Da der Förderrahmen in der Regel nicht voll ausgeschöpft wird, habe die Stadt mit rund acht Millionen Euro an Zuschüssen gerechnet.

 

Wir würden uns wünschen, dass im Sinne einer größtmöglichen Transparenz die Zusammensetzung der tatsächlichen und potenziellen Zuwendungen hinsichtlich Höhe und Verwendungszweck endlich einmal komplett und belastbar dargestellt wird, damit weitere Spekulationen unterbleiben und nicht für neue Stimmungsmache (im kommenden Kommunalwahlkampf) missbraucht werden.  

 

Einen positiven Aspekt hat das Verfallsdatum der Fördermittel aus unserer Sicht jedenfalls: eine Wiederaufnahme der Umzugspläne nach Ablauf der dreijährigen Bindungsfrist des Bürgerentscheids dürfte schwierig werden. Oder ist vielleicht sogar die späte Erkenntnis dieser Tatsache der eigentliche Grund für Frau Sträßle’s Aufgeregtheit?

 

 


 

Für uns ist ein Bürgerentscheid ein Mittel der Direkten Demokratie.

Markdorf gewinnt durch die Bürgerbeteiligung und breiter politischer Diskussion in der Bürgerschaft und erreicht damit mehr Selbstbestimmung der Bürger.