Markdorfer Bürgerinnen und Bürger haben sich zu einer überparteilichen Bürgerinitiative zusammengeschlossen.

"Wir wollen, dass das Bischofsschloss für

einen Hotelbetrieb oder ähnliche Nutzung

erhalten bleibt und kein Rathaus daraus wird"

Wir danken allen Unterstützern, dass wir dieses Ziel bei
der Abstimmung am 16.12.2018 erreichen konnten.

Auch wenn das Ergebnis äußerst knapp war, haben sich
Markdorfs Bürger die Chance erhalten das Bischofsschloss
einer sinnvollen Nutzung zuzuführen.

Wir bleiben aktiv, einen Stillstand in den Bemühungen zur Entwicklung und Belebung der Altstadt darf es nicht geben.


Aktuelles:

12.5.2019

Heute fand zum Tag der Städtebauförderung eine Informationsveranstaltung am und im Rohbau des neuen Rathauses in Salem statt. Bürgermeister Härle führte durch Gebäude und Parkhaus und informierte über das Gesamtprojekt.  Dabei erwähnte er noch einmal den Kostenvergleich, den wir im letzten Jahr bezüglich der Rathausprojekte in Salem und Markdorf in die Diskussion gebracht hatten. Er war sichtlich stolz darauf, was man in Salem alles für insgesamt weniger als 18 Millionen € realisieren konnte. Beide Projekte waren in 2014 in etwa zum gleichen Zeitpunkt mit der Beauftragung des städtebaulichen  Ideenwettbewerbs gestartet. Wir müssen neidlos anerkennen, dass Salem diesen Wettstreit hinsichtlich Zeitplan und Kosten haushoch gewonnen hat. Insgesamt 9 Millionen € wird Salem an Zuschüssen für die Neue Mitte erhalten, auf Basis Neubau!! Auch diese Punktewertung geht eindeutig an Salem.

 

 

12.5.2019

Von der zweiten Runde des Bürgerdialogs am letzten Freitag, 10.5., gibt es aus unserer Sicht nicht viel zu berichten, dies überlassen wir der regionalen Presse, siehe SK1, SK2 und SZ. Gut gefallen hat uns die Organisation und Durchführung der Begehung von Rathaus und Rathausareal. Auffällig in der abschließenden Diskussion und Bewertung der drei Alternativen zur Rathauserneuerung war, dass an vielen Tischen noch RiB Befürworter auf ihrer starren Meinung beharrten und eher auf Sanierung oder Rathausneubau verzichten wollen als ihre Pläne von der angeblich besten Lösung Bischofsschloss aufzugeben. Diese Stimmung erklärt auch, dass die Option „gar nichts zu tun“ in der Abstimmung am Ende fast ein Drittel der abgegebenen Stimmen erhielt.

Unser Fazit, solange das Schlossgespenst weiter über der Diskussion schwebt, wird sich keine kurzfristig realisierbare Lösung für die Rathauserneuerung finden. Bedauerlich ist auch, dass die nächste Bürgerdialogsrunde erst nach der Sommerpause stattfinden soll.

 

16.4.2019

Die Präsentation des Projektseminars im Master-Studiengang „Kommunikationsmanagement“ zur Befragung zum Bürgerentscheid ist seit kurzem auf der Webseite der Universität Hohenheim online.
Eine beeindruckende Arbeit, interessante Zahlen und treffende Analysen.

 

15.4.2019

Die CDU Fraktion im Gemeinderat schließt nach wie vor eine Wiederaufnahme der Rathaus-Umzugspläne nach Ablauf der dreijährigen Bindungsfrist des Bürgerentscheids nicht aus. Als Begründung wird u.a. angegeben, dass die Mehrheit für den Stopp der Pläne äußerst gering war und bei leicht veränderter Stimmungslage auch ein anderes Ergebnis vorstellbar gewesen wäre. Bei dieser Argumentation wird allerdings unterschlagen, dass ein großer Teil der NEIN-Stimmen nicht aus Sympathie für einen Rathausumzug abgegeben wurde, sondern weil für viele Wähler eine mögliche alternative Nutzung des Bischofsschlosses nicht erkennbar war. Diese Tatsache erklärt natürlich, warum die CDU an einer Bürgerbeteiligung zur Findung von sinnvollen Nutzungen überhaupt kein Interesse haben kann.

 

Ulrich Müller (CDU), ehemals MdL, Ex-Minister und Aufsichtsratsvorsitzender der Schloss Aulendorf GmbH, unterstützt die Haltung der CDU Fraktion, wenn er beim Stadtgespräch am 1.April sagt, dass es einfacher wäre eine Verwaltung in einem historischen Gebäude unterzubringen als Investoren / Mieter für eine private Nutzung zu finden. Diese Meinung können sogar wir teilen, mit folgendem Zusatz: Die Nutzung als Verwaltungsgebäude ist nicht deshalb einfacher, weil z.B. der Umbau einfacher zu realisieren ist, sondern weil die Finanzierung einfacher ist. Man bedient sich einfach aus dem Steuersäckel, sofern die Bürgerschaft nicht aufmuckt.

 

25.3.2019

Die Auftaktveranstaltung zum Bürgerdialog am letzten Samstag verlief recht vielversprechend, siehe auch die Berichte im SÜDKURIER und der Schwäbischen Zeitung.  Erste Meinungen und Vorschläge zu verschiedenen Themen wurden auf großen Bögen eingesammelt. Darunter auch viele Ideen, die bereits im Vorfeld des Bürgerentscheids bei uns eingegangen sind und aufgearbeitet wurden. Wir hoffen darauf, dass diese, nachdem sie professionell zusammengetragen und ausgewertet wurden, mehr Gehör finden als im letzten Jahr.

 

Zum Ende der Veranstaltung wurde der vermutlich größte Stuhlkreis gebildet, den Markdorf jemals gesehen hat. 200 Teilnehmer klingt viel, es sind aber lediglich (weniger als) 2% aller Wahlberechtigten. Hier muss mehr kommen. Interessante Ergebnisse aus der ersten Runde könnten durchaus Interesse für die nächste Veranstaltung wecken. Wünschenswert wäre auch, dass die Ideensammlung nicht auf die Veranstaltungstage beschränkt bleibt, sondern z.B. über die Internetseite der Stadt kontinuierlich fortgesetzt wird, als naheliegendes Beispiel sei die "sag's doch" Platform zur Online-Beteiligung im Bodenseekreis genannt.

 

Die Referenten hatten zu Anfang klargestellt, dass es keine Wutbürger gibt, jede Meinung hat das Recht gehört zu werden. Ob diese Botschaft bei allen Anwesenden angekommen ist….?

 


 

Für uns ist ein Bürgerentscheid ein Mittel der Direkten Demokratie.

Markdorf gewinnt durch die Bürgerbeteiligung und breiter politischer Diskussion in der Bürgerschaft und erreicht damit mehr Selbstbestimmung der Bürger.