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Ein Hauch von Schlossromantik....

Im Südkurier vom 12.4.2018 gibt uns Frau Stützenberger einen emotionalen Bericht über ihren “Streifzug durch das verwaiste Bischofsschloss“.  

 

Da wir uns selbst schon von den Folgen des Vandalismus in den herrschaftlichen Gemäuern überzeugen konnten, können wir Frau Stützenberger prinzipiell zustimmen. Eigentlich wäre uns dieser Artikel auch keinen Kommentar wert gewesen, wenn nicht der folgende Absatz herausstechen würde:

 

Bürger bekommen ihr Haus zurück

Nur wenige Menschen kennen diese Seiten des Bischofsschlosses. Überhaupt kennen wenige Markdorfer dieses Gebäude von innen. "Ich finde das schade, denn solange hier Hotelbetrieb herrschte, hatte sich keiner wirklich dafür interessiert", sagt Monika Schneider vom Markdorfer Stadtbauamt. Aber jetzt würde fast jeder dem Bau in seiner bisherigen Funktion als Hotel nachtrauern. Für sie sei es ein großes Glück, durch den Umbau vom Hotel zum Rathaus die Räumlichkeiten der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. "Jeder kann hier zukünftig ein und aus gehen", sagt Monika Schneider. "Indem die Stadtverwaltung hier einzieht, ziehen auch die Bürger ein."

Wollen uns Frau Stützenberger und Frau Schneider damit zu verstehen geben, dass Hotelbetrieb und Öffentlichkeit sich ausschließen? Es ist richtig, dass Markdorfer Bürger recht selten im Hotel Bischofschloss genächtigt haben, dafür aber deren Geschäftspartner und Besucher, von denen wir wiederum ausnahmslos positive Rückmeldungen erhalten. Das Hotel war ein Aushängeschild für unsere Stadt, und Außenwirkung sollte der Stadt ebenso Anliegen sein wie der geschichtliche Bildungshunger ihrer Bürger.

Absolute Raritäten - Markdorfer Bürger im Hotel Bischofschloss

Wie viele Hochzeiten und andere Familienfeiern haben im Bischofsschloss stattgefunden, wie viele gesellschaftliche Veranstaltungen im Hotel, Rittersaal und im Schlosshof? Das Restaurant und sonstige Einrichtungen standen jedem Markdorfer Bürger offen, vor allem an Wochenenden.

Vielleicht will man uns auch nur schon einmal ankündigen, dass nach dem Rathausumzug - während und außerhalb der Dienstzeiten der Verwaltung - große Besucherströme im Rathaus ein- und ausgehen werden und die ausgestellten Exponate in den Fluren des Schlosses besichtigen, individuelle Führungen und kostenlose Kinderbetreuung im Bällebad inklusive.

 

Wie schon anfangs gesagt, ein netter Versuch, leider durch solche Werbeeinlagen 'a bissle' misslungen.

 

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