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Wertvernichtung ohne Ende

Kürzlich habe ich an einer Führung durch das gesamte Bischofsschloss teilgenommen. Ich wurde geradezu erschlagen von der Größe des Gebäudekomplexes und bin erstaunt, wie viel Platz unsere Stadtverwaltung beanspruchen will. Die meisten Räume sind noch gut in Schuss, wie Monika Schneider vom Bauamt hervorhob, wörtlich "es wurde damals (1985) hervorragend renoviert". Erst durch die Untersuchungen der Bausubstanz wurden recht viele Schäden verursacht. Man könnte fast vermuten, dass dies Absicht war. Fast alle Bäder sind in einem guten erhaltenswerten Zustand und es sollen etwa 30 Bäder herausgerissen werden. Bei einem angenommenen Wert pro Bad von 10 000 bis 15 000 Euro, werden allein mit diesem Frevel 300.000 bis 450.000 Euro an Werten vernichtet, der Abriss der Schlossscheuer kommt noch oben drauf. Alle Räume entsprechen meinen Vorstellungen von einem Romantikhotel, welches einmal mit viel Liebe zum Detail hergerichtet wurde und auch weiter so vermarktet werden könnte. All das soll einer Verwaltung weichen, die dann weite und unbequeme Wege in Kauf nimmt und keine Barrierefreiheit garantieren kann. Für mich sind ein Umbau und die Erweiterung des alten Rathauses die einzig vernünftige Lösung.

 

Klaus Feldmaier, Markdorf

 

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