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Schlechte Verlierer

Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 24. Juli 2018 den Antrag der SPD Fraktion, einen Bürgerentscheid aus eigenen Reihen herbeizuführen, abgelehnt. Offenbar hatte man zu diesem Zeitpunkt noch darauf spekuliert, dass in dem anschließend zu erwartenden Bürgerbegehren unserer Initiative die notwendige Anzahl von 770 Unterschriften zum Antrag auf einen Bürgerentscheid nicht zusammen bekommen würde. De facto ist man also eine Wette eingegangen, von der man insgeheim gehofft hatte, diese nicht zu verlieren. Wie sich jetzt herausstellt, ist diese Wette nicht aufgegangen, man hat drei Monate Zeit verloren, und der Ausgang des anstehenden Bürgerentscheids ist völlig offen.

 

 

Die beiden Fraktionsvorsitzenden der Umweltgruppe und der Freien Wähler mutmaßen jetzt unlautere Methoden bei der Durchführung unserer Unterschriftensammlung. Offensichtlich scheint man nicht verstanden zu haben, dass man bei einer Sammlung auch Menschen ansprechen und Ihnen einen Unterschriftenbogen vorlegen muss. Vielleicht ist man auch nur erschrocken über die große Anzahl an Unterschriften, die deutlich macht, dass viele Bürger sich mit den Entscheidungen des Gemeinderats in Sachen Bischofsschloss nicht mehr identifizieren können. Aber muss man dann gleich so daneben greifen um damit die klare Botschaft des Bürgerbegehrens klein zu reden?

 

 

Ein Leserbrief in der heutigen Ausgabe des SÜDKURIERS beschreibt noch recht höflich, was von den Aussagen der drei Fraktionsvorsitzenden zu halten ist.

 

 

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