9.3.2019

Zwei interessante Artikel heute im Südkurier zum Thema Hotel für Markdorf, „Kein Hotel für Markdorf? So schätzen Experten die Situation ein“ und "Eine Stadt unter 15 000 Einwohnern steht nicht im Fokus von großen Hotelketten". Danke an Frau Noßwitz, dass sie das Thema vor dem Start der Bürgerbeteiligung zur Stadtentwicklung aufgreift. Wir teilen die Meinungen der Experten großenteils. Insbesondere sollte stärker hervorgehoben werden, dass Markdorf durch sein Alleinstellungsmerkmal „Hotel im Schloss“ punkten kann. Ein Hotelneubau, gleich an welcher Stelle, hätte weitaus weniger Chancen und böte weniger Attraktivität. Zu einem solchen Alleinstellungsmerkmal gehört natürlich auch ein ansprechendes Betriebskonzept bzw. ein dem Gebäude angepasstes Ambiente und (ggf. wechselnde) Themenwelten. Interessant wäre in jedem Fall die Beteiligung von regionalen Unternehmen an entsprechenden Investorenmodellen – z.B. als Tagungs- oder Schulungshotel, was zu einer stabilen Grundauslastung des Hotelbetriebs an sieben Tagen der Woche führen könnte. Wir diskutieren zurzeit intern solche Beteiligungsmodelle, die wir zu gegebener Zeit als Beitrag zur oben genannten Bürgerbeteiligung vorstellen wollen.

 

28.2.2019

In der Gemeindratssitzung am 26.2. wurde das Thema Rathausmodernisierung und Fördergelder vom (von der Stadt beauftragten) Sanierungsberater Roland Beck beleuchtet und anschließend im Rat diskutiert. Unterschwellig wird von bekannter Seite immer noch den Umzugsgegnern die Schuld für die aktuelle Situation, bedingt durch die zeitlich begrenzte Verfügbarkeit der Fördergelder bis 2022 maximal 2024, zugeschoben. Diesem Vorwurf könnten wir genauso gut entgegenhalten, dass der missglückte Abstecher „Rathaus im Bischofsschloss“ dem Projekt Rathauserneuerung seit 2015 mehr als drei Jahre Zeit gekostet hat.

 

Die Einschätzung des Beraters Beck, die wir als Tischvorlage erhalten konnten, ist recht aufschlussreich und skizziert Lösungswege, wie das Kind aus dem Brunnen geholt werden kann, auch wenn manche Gedankengänge nicht ohne weiteres nachvollziehbar sind, siehe z.B. die unterschiedliche Behandlung von Adler und Bischofsschloss. Die Erläuterungen stimmen uns aber zuversichtlich, dass bei entsprechendem zügigem und professionellem Einsatz (von Herrn Beck und seitens der Stadtverwaltung) eine befriedigende Lösung mit dem RP Tübingen gefunden werden kann.

 

Die Zeit bis 2022 / 2024 erscheint knapp für das Projekt und den Abruf der Fördergelder, ohne Frage. Herr Riedmann hat noch einmal betont, dass keine Entscheidung zum Thema Rathauserneuerung ohne Bürgerbeteiligung gefällt werden wird. Da die Alternative Rathauserweiterung nach dem (ggf. zu modifizierenden) Planungsentwurf des Büros Lieb+Lieb bereits in der Informationsbroschüre für den Bürgerentscheid genannt wurde, sollte unseres Erachtens dieser Entwurf auch unter den Vorschlägen zu finden sein, die Gegenstand der Bürgerbeteiligung sein werden. Unter dieser Prämisse halten wir es für erforderlich, dass möglichst bald eine geologische Untersuchung des Baugrunds unterhalb / südlich des Rathausgebäudes erfolgt, damit über eine Eignung des Baugrunds nicht weiter spekuliert werden muss. Es ist zu erwarten, dass man bezüglich Untergrundbeschaffenheit zu vergleichbaren Erkenntnissen wie beim Bischofsschlosshang kommt.

 

9.2.2019

Die Vorsitzende der CDU Fraktion im Gemeinderat, Frau Sträßle, hat offensichtlich das Ergebnis des Bürgerentscheids noch nicht für sich akzeptiert. Wie sonst sind ihre Vorwürfe an die Umzugsgegner in der letzten Gemeinderatssitzung zu erklären. Der SÜDKURIER berichtet in seiner heutigen Ausgabe darüber.

 

Für das leidige Thema Fördermittel trägt dieser Artikel nichts Wesentliches zur Wahrheitsfindung bei. Die Stadt hat, wie richtig gesagt wird, das Sanierungsgebiet Rathausareal / Marktplatz im Jahre 2013(!) zur Aufnahme in die Landesförderung angemeldet, lange bevor der Rathausumzug ins Bischofschloss zum Thema wurde. Nach Aussage von Bürgermeister Riedmann wurden insgesamt bereits 4,6 Millionen Euro für das Sanierungsgebiet bewilligt. Weiterhin hatte das Land die Stadt beim Kauf des Bischofsschlosses mit 2,25 Millionen Euro unterstützt. „Dieses Geld ist bereits geflossen“, so Riedmann in der Schwäbischen Zeitung vom 17.12.2018, wobei er offenlässt ob die 2,25 Millionen Euro Teil der bewilligten 4,6 Millionen Euro waren. Weiter heißt es dort, die Stadt habe rund neun Millionen Euro beantragt. Da der Förderrahmen in der Regel nicht voll ausgeschöpft wird, habe die Stadt mit rund acht Millionen Euro an Zuschüssen gerechnet.

 

Wir würden uns wünschen, dass im Sinne einer größtmöglichen Transparenz die Zusammensetzung der tatsächlichen und potenziellen Zuwendungen hinsichtlich Höhe und Verwendungszweck endlich einmal komplett und belastbar dargestellt wird, damit weitere Spekulationen unterbleiben und nicht für neue Stimmungsmache (im kommenden Kommunalwahlkampf) missbraucht werden.  

 

Einen positiven Aspekt hat das Verfallsdatum der Fördermittel aus unserer Sicht jedenfalls: eine Wiederaufnahme der Umzugspläne nach Ablauf der dreijährigen Bindungsfrist des Bürgerentscheids dürfte schwierig werden. Oder ist vielleicht sogar die späte Erkenntnis dieser Tatsache der eigentliche Grund für Frau Sträßle’s Aufgeregtheit?

 

 

28.1.2019

Die Studierenden des Master-Studiengangs „Kommunikationsmanagement” der Universität Hohenheim haben uns eine Pressemitteilung zukommen lassen, welche eine Zusammenfassung / Vorabinformation der Analyse des Bürgerentscheids enthält. Die Erkenntnisse sind interessant, wenn auch nicht völlig überraschend. Danach gibt es zufriedene und unzufriedene Bürger in unserer Stadt. Die Zufriedenen gehen eher unkritisch um mit den Entscheidungen und Informationen, die sie von 'von oben' bekommen. Die Unzufriedenen wagen es zu hinterfragen, d.h. unserer Meinung nach ist es nicht unbedingt eine 'Denkzettel' Wahl gewesen. Die Umzugsgegner kritisierten die hohen Kosten und sprachen sich für den Erhalt des Hotels aus. Den Umzugsbefürwortern „ging es vor allem darum, das Schloss durch den Umzug vor einem möglichen Leerstand und Verfall zu schützen. Auch wollten sie ein Bischofsschloss, das allen offensteht”. D.h. die Drohung mit ‚Leerstand und Verfall‘ und das kaum einlösbare Versprechen des ‚öffentlichen Zugangs‘ haben Wirkung gezeigt.
Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.

 

24.1.2019

Heute hatten wir ein erstes längeres Gespräch mit Bürgermeister Riedmann nach dem Bürgerentscheid. Von der Aufbruchsstimmung, die er noch in seiner Neujahrsrede signalisiert hatte, war nicht mehr viel zu hören. Neue Informationen zum Stand der Planung in Sachen Rathausnebau / Erweiterung gab es nicht, bis auf die Aussage, dass neben anderen wichtigen Projekten zunächst die Sanierung des Rathausgebäudes in Angriff genommen werden soll, vor allem um den Zugriff auf die bereits zugesagten Subventionen zu erhalten. 
An eine Erweiterung des Rathauses z.B. nach dem Planungsvorschlag des Büros Lieb+Lieb aus dem Jahr 2015 sei derzeit (noch) nicht gedacht. Einem Hotel im Bischofsschloss steht er nach wie vor ablehnend gegenüber, die Stadt als Verpächter kann er sich nicht vorstellen. Ein Verkauf an einen Investor sei nicht ausgeschlossen. Die Einrichtung von Arbeitsgruppen, die sich mit alternativen Nutzungen des Schlossensembles beschäftigen, wird zunächst nicht ins Auge gefasst. Es ist aber geplant im März in der Stadthalle einen Workshop zum Thema Formen der Bürgerbeteiligung abzuhalten, unter Leitung (?) des Kommunikationswissenschaftlers Prof. Dr. Brettschneider (Uni Hohenheim), zu dem neben den Gemeindeorganen auch Vertreter aus der Bürgerschaft  eingeladen werden sollen.

 

 

12.1.2019

Sensationelles gibt es vom heutigen Neujahrsempfang der Stadt aus unserer Sicht nicht zu berichten. Sowohl in der Rede des Bürgermeisters als auch im Vortrag seiner Stellvertreterin wurde der Bürgerentscheid noch einmal thematisiert, aber abgesehen von einigen kleinen Sticheleien in unsere Richtung blieben Nachkarten und Vorwürfe bezüglich Halbwahrheiten und Falschinformationen aus.

Von positiven Aufbruchssignalen und konstruktivem Ideen sammeln war zu hören, dies lässt hoffen, dass langsam Ruhe einkehrt und man zur Sacharbeit zurückkehren möchte. Beim abschließenden Stehempfang gab es bereits erste Annäherungen zwischen den vormaligen Kontrahenten.
Nur gemeinsam können konstruktive Lösungen für Rathaus und Bischofsschloss gefunden werden
, darin sind sich alle Seiten einig!

Siehe auch den Bericht in der Schwäbischen Zeitung

 

7.1.2019
Am Samstag, 12. Januar 2019 um 11:00 Uhr,
findet in der Stadthalle der öffentliche Neujahrsempfang der Stadt Markdorf statt, zu der alle Bürger eingeladen sind. Wir sind gespannt auf die Rede des Bürgermeisters, insbesonders wie er sich die zukünftige (Alt-)Stadtentwicklung vorstellt und welche Pläne er im Hinblick auf Rathausneubau und Nutzung des Bischofsschlosses verfolgt.

 

Unser Wunsch  für 2019...

22.12.2018

Schauen Sie auch mal wieder auf unsere Umfrageseite und in unseren Blog und diskutieren Sie mit uns.

 

18.12.2018

Das Abstimmungsergebnis wurde vom Wahlausschuss noch einmal korrigiert, indem jeweils eine JA und eine NEIN Stimme nachträglich für gültig erklärt wurden.

Es gab also 2721 JA Stimmen und 2716 NEIN Stimmen, ungültig waren 13 Stimmen.

An der knappen Stimmenmehrheit für JA ändert sich also nichts.

 

16.12.2018

Der Wahlausgang war äußerst knapp. Nach dem vorläufigen Endergebnis hat die JA Seite (Umzugsgegner) 2720 Stimmen, die NEIN Seite (Umzugsbefürworter) 2715 Stimmen bekommen. Wenn es bei diesem Ergebnis bleibt, wäre der Baubeschluss zum Umbau des Bischofsschloss zum Markdorfer Rathaus aufgehoben.

 

Die Stimmauszählung verlief recht spannend. Nach den ersten beiden Wahlbezirken (BZM 1 und Stadthalle 1) lag die JA Seite leicht vorn, im weitereren Verlauf holte die NEIN Seite auf und führte zeitweise mit mehr als 2 %.
Erst nach Auszählung der Briefwahlstimmen stand das Ergebnis fest, beide Seiten kammen auf 50% mit einem hauchdünnen Vorsprung von 5 Stimmen für die JA Seite.

Die Wahlbeteiligung lag bei 49,1% und damit am obereren Ende unserer Erwartungen.

 

 

Wir danken allen Wählern die uns ihre Stimme gegeben haben. Das Ergebnis freut uns, auch weil ein gültiger Bürgerentscheid zustande gekommen ist, ein eindeutigeres Ergebnis wäre uns natürlich lieber gewesen.
Wir haben damit eine weitere Etappe gewonnen auf dem Weg hin zu einer sinnvollen Nutzung des Bischofsschlosses. Ob Stadtverwaltung und Gemeindeorgane bereit sind diesen Weg mitzugehen, muss sich in den nächsten Wochen zeigen. Das Abstimmungsergebnis sollte jetzt erst einmal verdaut werden, vielleicht hilft die Weihnachtszeit aus dem Wahlkampfmodus zurückzukommen um anschließend mit neuem Elan die anstehenden Aufgaben anzupacken.

 

14.12.2018

Offensichtlich haben nicht alle wahlberechtigten Bürger Markdorfs eine Wahlbenachrichtigung erhalten oder diese bereits verloren. Sie können aber trotzdem wählen, wenn Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass ins Wahllokal mitnehmen, um Ihre Identität nachweisen zu können.

 

Die Wahllokale sind am Sonntag, 16.12.18 ab 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Abgestimmt werden kann in der Stadthalle, am Bildungszentrum (BZM), in der Mehrzweckhalle Leimbach und im Bürgerhaus in Ittendorf, je nachdem was auf der Wahlbenachrichtigung genannt ist. Falls Sie keine Wahlbenachrichtigung mehr haben, sollten Sie das Wahllokal wählen, welches Ihrem Wohnort zugeordnet ist.

 

12.12.2018

Wir wissen nicht genau, wie ein Bürgerservice im Rathaus in 10 oder 20 Jahren aussehen wird, aber es zeichnet sich jetzt schon ab, dass dieser Service schon bald durch entsprechende Online Portale ersetzt werden kann. Zu diesem Thema gibt es heute einen interessanten Leserbrief im Südkurier. Wir halten es deshalb für hinterfragenswürdig, wenn behauptet wird, der Umzug des Rathauses werde über Jahrzehnte eine sinnvolle Nutzung des Gebäudes darstellen.

 

10.12.2018

Jetzt greift uns auch der Bürgermeister an und wirft uns in seinem Südkurier Interview zum Bürgerentscheid unseriöse Kosteninformationen vor. Zitat: „In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, dass die Gegner des Umzugs auf unsere außerordentlich sorgfältige Kostenberechnung alle nur denkbaren Risiken aufrechnen, während man für die Sanierung und Erweiterung des aktuellen Rathauses ohne Sorge auf eine planungsunabhängige Kostenannahme aus dem Jahr 2015 zurückgreift, ohne diese Kosten in Bezug auf Baukostenindex sowie Sanierungs- und Baugrundrisiken zu überprüfen und fortzuschreiben.“

Noch im September hat Herr Riedmann in seinem Faktencheck zum Bürgerbegehren gemeint, einen Risikozuschlag von 10 % auf die Umbaukosten könne man ansetzen. Mehr haben wir auch nicht auf die offiziellen Zahlen aufgeschlagen.

Im Juli diesen Jahres haben wir im Rahmen unserer Fragensammlung offiziell bei der Verwaltung angefragt, welche Kostenzahlen für den Rathausneubau am alten Platz aktuell anzusetzen sind, und ob diese Kosten eine neue Tiefgarage beinhalten. Leider war man nicht in der Lage diese Anfrage zu beantworten.

 

7.12.2018

In einem Leserbrief im heutigen SÜDKURIER werden uns wieder unseriöse Zahlen vorgeworfen. Diesen Vorwurf weisen wir entschieden zurück. Nur soviel:

  • Wenn bei der Kostenschätzung für das Rathaus am Rathausplatz Ende 2015 nicht die besonderen Standortbedingungen berücksichtigt worden wären, muss ernsthaft bezweifelt werden ob die richtigen Experten bei der Kommunalentwicklung für die Schätzung beauftragt wurden.
  • Wir haben an keiner Stelle gesagt, dass die Zahlen von 2015 keiner Kostensteigerung unterliegen. Falls uns die Stadtverwaltung die genauen Randbedingungen der damaligen Schätzungen endlich nennen würde, könnten wir auch die Zahlen auf die heutige Preisbasis umrechnen. Wer Baumaßnahmen unnötig lange hinauszögert, muss mit Baupreissteigerungen rechnen, das sollte jeder Bauherr wissen.
  • Auch für das Rathaus am Rathausplatz wird es Fördergelder geben (siehe z.B. Salem, wo auch kein Schloss umgebaut wird). Den Aufschlag für die Denkmalpflege gibt es natürlich nur, wenn man ein Denkmal pflegt, für Leerstand gibt es nichts.

1.12.2018

Hier geht's zu den Grußkarten zum 3. Advent!

 

30.11.2018

Wir haben auf einer separaten Seite Informationen zusammengetragen, die im Zusammenhang mit dem Thema Rathaus im Bischofsschloss wichtig sein könnten, die aber bisher nirgendwo auftauchen bzw. uns Bürgern vorenthalten werden. Falls jemand weitere Infos hat, die für die Meinungsbildung der Bürgerschaft noch wichtig sein könnten, lassen Sie es uns wissen.

Wussten Sie….

 

20.11.2018

Wir hätten da mal eine Frage an die Experten unter den Umzugsbefürwortern:

Angenommen das Schloss würde entsprechend den Plänen von Braunger & Wörtz zum Rathaus umgebaut, wie lange würde ein Verwaltungsangestellter im Rollstuhl brauchen, um vom Personalamt (2.OG Langbau) zum kleinen Sitzungssaal (im 2.OG Nordflügel Schlossscheuer) zu gelangen? (Hinweis: Eine mittlere Wartezeit von ca. zwei Minuten vor jedem Fahrstuhl ist zu berücksichtigen.)

 

14.11.2018

In letzter Zeit wird von den Umzugsbefürwortern immer wieder gern ins Feld geführt, dass das ehemalige Mindnesshotel im Bischofsschloss nicht wirtschaftlich betrieben werden konnte. Wir empfehlen daher die Lektüre der Stellungnahme der Hotelbetreiber im SÜDKURIER vom 5.9.2017. Auch der Hinweis auf die nicht marktgerechte Pacht ist nur vordergründig richtig, denn während der 15 Jahre Hotelbetrieb wurden alle Investitionen von den Geschwistern Reutemann selbst getragen.

 

6.11.2018

Unser erstes Etappenziel ist erreicht, der Bürgerentscheid zur Frage "Rathaus im Bischofsschloss" findet jetzt offiziell am 16. Dezember statt.

Da keine rechtlichen Einwände gegen das Bürgerbegehren vorgebracht werden konnten und die Zahl der Unterschriften das notwendige Quorum weit übertroffen hat, musste der Gemeinderat in der heutigen Sitzung die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens beschließen. Die Zahl der gültigen Unterschriften wurde mit 1745 angegeben, d.h. es gab lediglich 78 ungültige Einträge, was einer Quote von unter 5% entspricht, erstaunlich wenig im landesweiten Vergleich.

Vielen Dank nochmals an alle Unterzeichner!

 

27.10.2018

Frau Deiters-Wälischmiller (Fraktionsvorsitzende der Umweltgruppe) und Herr Bitzenhofer (Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler) werfen uns in einem Beitrag im heutigen Südkurier ‘Haustürgeschäfte‘ im Rahmen des Bürgerbegehrens vor. Offensichtlich haben sie nicht verstanden, dass es gängige Praxis bei Bürgerbegehren ist, um Unterschriften zu werben und Mitbürger auch direkt anzusprechen.

Wir haben uns für einen anderen Weg entschieden, und die Unterschriftenlisten an alle Haushalte verteilt, mit dem Ergebnis, dass die Unterschriftensammlung ein Selbstläufer wurde und es gar nicht mehr notwendig war, im großen Stil um Unterschriften zu werben.

 

Liebe Frau Deiters-Wälischmiller, lieber Herr Bitzenhofer, wenn Sie es schon versäumt haben, die Meinung in der Bürgerschaft vor Ihren Entscheidungen einzuholen, sollten Sie uns nicht unlautere Methoden vorwerfen um damit die starke Botschaft des Bürgerbegehrens klein zu reden.

 

24.10.2018

1823 Unterschriften haben wir heute an Bürgermeister Riedmann übergeben, das sind mehr als doppelt so viel wie benötigt wurden. Siehe dazu die Presseartikel im SÜDKURIER und der Schwäbischen Zeitung.

Die Unterschriften werden jetzt von der Verwaltung geprüft, das Ergebnis soll in der Gemeinderatssitzung am 6.11. präsentiert werden, wo dann auch voraussichtlich der Bürgerentscheid beschlossen wird. Geplant ist diesen bereits am 16.12. abzuhalten.

Wenn der Gemeinderat am 24.7. dem Antrag der SPD Fraktion gefolgt wäre, den Bürgerentscheid aus eigenen Reihen zu beschließen, hätte man sich drei Monate Zeitverlust erspart.

19.10.2018

Rückgabeschluss für unsere Unterschriftensammlung ist morgen, 20.10.

Falls noch jemand ausgefüllte Unterschriftenblätter zuhause hat, bitte umgehend bei uns abgeben oder in eine unserer Sammelboxen einwerfen. Wir freuen uns natürlich über jede zusätzliche Unterschrift, falls sich Mitbürger noch kurzfristig dazu entschließen sollten. Das Unterschriftenblatt gibt's hier zum Download, falls nicht mehr vorhanden.

Am Mittwochnachmittag (24.10.) geben wir die Listen im Rathaus ab.

Unabhängig davon wie die Gültigkeitsprüfung ausfällt, wir werden die Messlatte mit Leichtigkeit überspringen.

Vielen Dank dafür an alle Unterzeichner und die aktiven Unterstützer.

 

9.10.2018

In der Gemeinderatssitzung wurde heute die großangekündigte Potenzialanalyse für ein Hotel auf dem Rathausareal vorgestellt. Schwerpunkte waren eine mögliche Kubatur des Gebäudekomplexes, welcher sich aus stadtplanerischer Sicht harmonisch in die Umgebung anpassen soll, sowie eine knappe Konzept- und Wirtschaftlichkeitsanalyse.

Bei 100 Zimmern mit durchschnittlich 28 m², einer minimal notwendigen Größe von Gastronomie- und Veranstaltungsbereich, und einem minimalistischen Freizeitbereich kommt man auf eine Bruttogrundfläche von 6200 m²,  Die Kosten werden grob auf 18,5 Mio. € geschätzt. (Alle Zahlen ohne Tiefgarage). Die Wirtschaftlichkeits-analyse geht von einer etwa 70 prozentigen Auslastung und einem Jahresumsatz von 6,4 Mio. €  (netto) aus, was letztlich zu einem positiven Ergebnis für den Betreiber führen soll.

Unserer Meinung nach nicht viel mehr als eine Machbarkeitsstudie, parametrisch auf das gewünschte Ergebnis für den Kunden getrimmt. Am stärksten beeindruckt hat uns in der anschließenden Diskussion Frau Sträßle (CDU Fraktionsvorsitzende), die bereits in diesem Kartenhaus das Potenzial eines neuen Alleinstellungsmerkmal für Markdorf erkannt haben will.

Dem aufmerksamen Zuhörer dürfte nicht entgangen sein, dass hier und heute ein Hotel skizziert wurde, welches (abgesehen von der Zimmeranzahl) noch bis vor einem Jahr in Markdorf existierte.

 

8.10.2018

Auf Einladung des Bürgermeisters fand heute im Rathaus eine Besprechung zum Thema „Vorbereitung des Bürgerentscheids“ statt.  Anwesend waren die Herren Riedmann, Schiele, Hess und Lissner, sowie auf unserer Seite die drei Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens: Wassum, Feldmaier und Sondermann. Da alle Seiten davon ausgehen, dass das Bürgerbegehren planmäßig und erfolgreich abgeschlossen wird, strebt die Verwaltung eine zügige Durchführung des Verfahrens an. Dazu wurden im heutigen Gespräch die Prozedur und ein ungefährer Zeitplan skizziert.

 

Die finale Entscheidung zur Durchführung des Bürgerentscheids obliegt dem Gemeinderat, der auch den Termin dafür festlegt. Im Vorfeld des Bürgerentscheids wird es entsprechend §21 Abs.5 der Gemeindeordnung BW eine Bürgerinformation geben (bis zum 20. Tag vor dem Bürgerentscheid als Beilage zum Amtsblatt), worin beide Seiten – Gemeindeorgane und Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens – ihre Auffassung zum Gegenstand des Bürgerentscheids in gleichem Umfang darstellen dürfen.

 

Die Übergabe der Unterschriftenlisten des Bürgerbegehrens an die Verwaltung ist für den 24.Oktober geplant. Wie auf den Unterschriftenblättern vermerkt ist, werden unsere Sammelboxen noch bis einschließlich 20.Oktober bereitstehen. Nach unserer Erfahrung schlummern immer noch einige Unterschriften in Schubladen oder an Pinnwänden. Alle Mitbürger, die uns mit ihrer Unterschrift noch unterstützen wollen, werden herzlichst gebeten uns die entsprechenden Listen baldmöglichst zukommen zu lassen, damit wir ein starkes Signal an Verwaltung und Gemeinderat senden können.

19.9.2018

Die Rückläufe der Unterschriftenlisten halten unvermindert an, unbeeindruckt vom Faktencheck Flugblatt des Bürgermeisters und trotz (oder gerade wegen?) der 'mit
Begeisterung und großem Interesse angenommen
en' Schlossführungen. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir in den verbleibenden Wochen noch ein paar Zentimeter drauflegen können.

Macht weiter mit, sprecht Nachbarn, Freunde und Bekannte an, der Bürgerentscheid winkt bereits am Horizont.

8.9.2018

Eine von der Stadt beauftragte “Potenzialanalyse“ für ein Hotel mit 100 Zimmern auf dem Rathausareal liegt vor und soll in der Gemeinderatssitzung am 9. Oktober öffentlich vorgestellt werden. Das Potenzial eines Hotels im Bischofsschloss wurde leider nicht untersucht, es fehlen daher weiterhin wichtige Fakten, wie sie für einen objektiven Bürgerdialog notwendig wären. Hotelketten werden als Betreiber für das neue Hotel ausgeschlossen, es mache für sie keinen Sinn. Bleibt abzuwarten welcher Baukörper uns am 9.10. für den "Mikrostandort" Markdorf vorgestellt wird. Ein Beispiel: das spartanisch ausgelegte IBIS Hotel am Flughafen FN hat 80 Zimmer, ein 4* Tagungshotel  mit 100 Zimmern, Restaurant, Wellnessbereich und Tiefgarage würde die Dimension des IBIS Hotels bei weitem übertreffen.

 

4.9.2018

Unsere Stellungnahme zum Faktencheck des Bürgermeisters sowie der Newsletter zur Halbzeit des Bürgerbegehrens stehen zum Download bereit.

 

31.8.2018

 

Die heutige Ausgabe des Amtsblatts enthält ein Flugblatt des Bürgermeisters, in dem der Versuch unternommen wird, unser Infoblatt zum Bürgerbegehren einem Faktencheck zu unterziehen. Es freut uns, dass sich der Bürgermeister die Zeit genommen hat, sich mit unseren Argumenten auseinander zu setzen. Auch wir schätzen einen transparenten Diskussionsprozess und werden in Kürze zu den einzelnen Punkten des Faktenchecks Stellung beziehen sowie die aufgeworfenen Fragen beantworten.

 

28.8.2018

 

Die Rücklaufrate der Unterschriftenblätter entspricht unseren Erwartungen, aber es reicht natürlich noch nicht. Wenn alle, die uns in den vergangenen Wochen und Monaten ihre Sympathie bekundet und uns ihre Unterstützung zugesichert haben, zusätzlich zu ihrer eigenen Unterschrift eine weitere beibringen würden, hätten wir das Quorum bereits geschafft!!

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir noch keine Zahlen veröffentlichen, solange die Unterschriften nicht auf Gültigkeit geprüft sind.

Wir bitten um weiterhin rege Beteiligung, sprechen Sie Nachbarn, Freunde und Bekannte an!

Nochmals der Hinweis, bitte die Daten auf den Blättern leserlich und vollständig ausfüllen. Es wäre schade, wenn uns Unterschriften durch leicht vermeidbare Nachlässigkeiten verloren gehen.

 

20.8.2018

 

Es sind fast alle Unterschriftenblätter verteilt.

 

Bitte nehmen Sie unser Bürgerbegehren ernst, es ist die letzte Chance dieses irrsinnige, wertvernichtende und geldverschwendende Vorhaben "Rathaus im Bischofsschloss" zu stoppen. 

 

Wie wir in unserem Infoblatt betont haben, ist Ihre Unterschrift zum Bürgerbegehren noch keine endgültige Abstimmung über das Umzugsprojekt. Richtig ist aber auch, solange wir die Anzahl von 800 gültigen Unterschriften nicht erreicht haben, ist jede nicht gegebene Unterschrift keine Enthaltung, sondern gleichbedeutend mit einer Stimme für das Umzugsprojekt.

 

Nur wenn wir die benötigten 800 Unterschriften bekommen, können wir weiter gemeinsam für sinnvolle Lösungen zum Rathausneubau und zur Nutzung des Bischofsschloss kämpfen.

 

8.8.2018

 

Unser Bürgerbegehren ist jetzt offiziell angelaufen.

Das Unterschriftenblatt und das zugehörige Infoblatt können Sie von unserer Download Seite herunterladen. Bitte beachten Sie die Hinweise zum Download sowie auf dem Unterschriftenblatt.

Die Verteilung der Blätter an Markdorfer Haushalte beginnt voraussichtlich am 14.8.

Im Downloadbereich finden Sie außerdem unseren aktuellen Newsletter zum Start des Bürgerbegehrens.

 

2.8.2018

 

Wir suchen noch Freiwillige, die sich mit uns an der Verteilung der Unterschriftenblätter zum Bürgerbegehren beteiligen. Bei 20 bis 30 Austrägern und 7000 Markdorfer Haushalten wären das 250 bis 350 Briefkästen pro Austräger, was nach unserer Erfahrung in ca. 3 Stunden zu schaffen ist. Abhängig von der Zahl der Austräger würden wir versuchen, Stadtgebiet und Teilorte in etwa gleichgroße Bezirke einzuteilen. Der Verteilungszeitraum wäre voraussichtlich zwischen dem 10.8. und 19.8.

Meldungen bitte über unsere Kontaktseite. Vielen Dank.

 

28.7.2018

In Salem wurde gestern der Grundstein gelegt für das Rathaus in der "Neuen Mitte".

Laut Pressebericht belaufen sich die Kosten für das Gebäude inklusive Bibliothek und Tourismus-Büro auf 12,1 Millionen Euro.

In Markdorf wollen Bürgermeister und Gemeinderat für das "Rathaus im Bischofsschloss" den doppelten Betrag investieren bei annähernd gleichem Bedarf!

 

25.7.2018

Wie erwartet wurde in der gestrigen Gemeinderatssitzung der Antrag der SPD-Fraktion auf einen Bürgerentscheid abgelehnt und unmittelbar danach der Umbau des Bischofsschloss beschlossen. Unseren Kommentar dazu finden Sie im aktuellen Newsletter vom 25.7.2018 auf unserer Download Seite.

 

27.6.2018

 

Die SPD Fraktion hat  in der Gemeinderatssitzung am 26.6. den Antrag gestellt im Gemeinderat über einen Bürgerentscheid abzustimmen. Wir finden das gut. Man spart mindestens drei Monate Zeit ein, wenn wir auf ein Bürgerbegehren verzichten.

 

 

14.6.2018

 

Die Kostenberechnung hat das von uns befürchtete Ergebnis geliefert.

18,4 Mio.€ soll der Umbau des Bischofsschloss zum Rathaus kosten.

Zuzüglich des Kaufpreises von 3,85 Mio.€ und 10% Risikoaufschlag macht das 24 Mio.€!

 

Zum Vergleich:

 

In Salem (11700 Einwohner) erschließt man für 25 Mio.€ ein komplettes Ortszentrum "Neue Mitte" inklusive Rathaus, Tiefgarage, Bürgerpark und Marktplatz.

 

In Leonberg (48000 Einwohner) wurde letztes Jahr ein modernes neues Rathaus mit einer Bruttogeschossfläche von 9900 m² und 5500 m² Nutzfläche zum Festpreis von 25 Mio.€ fertiggestellt.

 

 

14.06.2018

 

Wir werden gelegentlich als “NEIN“ Sager kritisiert, die keine Alternativen zur Nutzung des Bischofsschlosses vorweisen können!
Um es klar und deutlich zu sagen, wir haben
Vorschläge gemacht, aber wir sehen es nicht als unsere Aufgabe an, diese Vorschläge auszuarbeiten, dazu haben wir weder die Expertise noch die dafür notwendigen (Steuer-)Mittel.

 

Von Seiten der Stadt haben wir nicht einen einzigen Vorschlag zur alternativen Nutzung des Schlossensembles gesehen!

 

Wir können auch nicht für andere Versäumnisse der Verwaltung und des Gemeinderats verantwortlich gemacht werden. Es rächt sich jetzt, dass seit drei Jahren eingleisig in Richtung “Rathaus im Bischofsschloss“ gefahren wurde und die Pläne für den Umbau und die Erweiterung des Rathauses am alten Platz im Orkus des Vergessens entschwunden sind. Hätte man zum jetzigen Zeitpunkt realisierbare Pläne für die Rathaussanierung vorliegen, könnte man zwischen Alternativen wählen und wir müssten uns nicht auf ein schlichtes “JA“ oder “NEIN“ zum Umzugsprojekt beschränken.